Wahrnehmungstag – Die Schau nach Innen schärft den Blick nach Außen

Auch in diesem Jahr fand für die Mittelkurse 13a und 13b der Fachschule für Heilerziehungspflege des KWA Bildungszentrums der traditionelle Wahrnehmungstag in der Stiftung Ecksberg statt. Unter der Organisation von Stefan Rosenberger erlebten die Schüler eindrucksvoll, wie nachdrücklich das Gefühl des Ausgeliefertseins in Alltagssituationen unserer Betreuten wirken kann.

Ecksberg, 30.03.2017 – Herr Rosenberger führte die Schüler zunächst über das weitläufige Gelände der Einrichtung. Nachdem die Kurse in Kleingruppen eingeteilt wurden, bekamen die Schüler den Auftrag die einzelnen Stationen in Hinblick auf einen der fünf Sinne genau zu beobachten. Die Tücken der technischen Seite unseres Berufes erlebten die Schüler im Rollstuhlparkour und in einem Hebelifter der Einrichtung. 

Eindrucksvoll gestaltete sich die Station der Ecksberger Werkstätte, in welcher die Schüler lernten, ihrer Sinne beraubt einen Arbeitsauftrag anzunehmen und umzusetzen. Selbst das Eingeben von Joghurt stellt für die Schüler eine Herausforderung dar, wenn man in die Rolle des Klienten schlüpft, der in die Fänge einer schlechtgelaunten, gestressten oder schlicht unaufmerksamen Mitarbeiterin geraten ist. Zur zwischenzeitlichen Entspannung durften sich die Schüler im Snoezelenraum der Einrichtung ausruhen und mit allen Sinnen genießen.

Bei bestem Frühlingswetter fand die abschließende Reflexion des Tages draußen an der Begegnungsstätte statt. Die Schüler waren sich einig, dass der Wahrnehmungstag viel für das eigene, zukünftige Handeln eingebracht hat. Durch das eigene Erfahren der dargestellten Situationen, konnten sie sich als angehende Heilerziehungspfleger bewusster mit dem Thema Wahrnehmung auseinandersetzen und vor allem in die Lebenswelt der Betreuten hineinversetzen.

Schüler und Praxislehrer bedanken sich bei den Mitarbeitern der Stiftung Ecksberg für Organisation, Mühen und den sehr gelungenen Tag.

Bericht: Stefan Döring | Bilder: Agnes Pritz