KWA Bildungszentrum

Fünf Fragen an Lara Gschneidner

Studierende an der Fachakademie für Sozialpädagogik

Pfarrkirchen, 2. Februar 2021

Sie erlernen einen sozialen Beruf, lassen sich zur Erzieherin ausbilden. Welche besonders schönen Seiten sind mit dem Beruf verbunden?

Das Berufsfeld ist sehr vielfältig. Und das Gleiche gilt für den Alltag. Kein Tag ist wie der andere. Mir gefällt auch, dass man Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen hat – zu den Kindern, zu den Eltern, zu den Großeltern und zu den Kollegen. Und wenn man den Kindern etwas gibt, kommt viel von ihnen zurück. Da reicht mir ein Lächeln, das von Herzen kommt. Das bereitet mir sehr viel Freude und zeigt mir auch, dass ich den richtigen Beruf gewählt habe. Ich mag den Beruf auch deshalb gerne, weil ich die Lernprozesse aktiv mitgestalten und die Kinder dadurch in ihrer Entwicklung unterstützen kann. Auch für Männer kann dies ein toller Beruf sein. Wer sich die Arbeit mit Kindern vorstellen kann, hat die Möglichkeit, die vielen schönen Seiten des Berufs bei einem Praktikum kennenzulernen. Kinder brauchen und mögen auch männliche Bezugspersonen.

Das KWA Bildungszentrum ist für die schulische Ausbildung verantwortlich. Derzeit ist kein Präsenzunterricht möglich. Was hilft Ihnen beim Erfassen des Lehrstoffs jetzt ganz besonders?

Da möchte ich ein großes Lob an KWA schicken. Unsere Lehrkräfte bereiten den Lehrstoff auch jetzt in der Pandemie sehr gut auf. Jeder Lehrer macht das ein wenig anders. So ist das abwechslungsreich und man bleibt gerne bei der Sache. Kreative Fächer bleiben kreative Fächer. Zum Beispiel in Kunst geht es nicht nur um Theorie, sondern wir bekommen auch derzeit praktische Aufgaben, zu denen wir nur Alltagsmaterialien brauchen, die jeder zu Hause hat. Das sind Aufgaben, die später auch zusammen mit Kindern umgesetzt werden können. Mir gefällt am BIZ auch, dass wir digitale Plattformen zur Verfügung haben. Moodle und Mebis haben wir schon vor der Pandemie genutzt. Wir haben jetzt aber auch neue Plattformen und können dadurch unsere digitalen Fähigkeiten weiter ausbauen. Die Lehrer erklären alles gut und fragen nach, ob alles verständlich ist. Wir bekommen auch immer wieder Teilgruppenaufgaben. So prägt sich vieles besonders gut ein. Beim Online-Schooling unterstützen uns auch Angehörige oder Freunde. So manch einer hat auch neue Rituale, wie Musik oder Sport, für sich entdeckt, um in dieser außergewöhnlichen Zeit Ausgleich zu finden.  

Wer oder was unterstützt Sie jetzt in der Pandemie im beruflichen Alltag in welcher Weise?

In der Praxis unterstützen uns vor allem Kollegen, explizit unsere Praxisanleitung. Außerdem bekommen wir bei Praxisbesuchen auch Feedback von unseren Lehrkräften, welches uns im Beruf helfen kann. Während der Coronapandemie werden die Praxisbesuche mit Hilfe der Online-Plattform Webex durchgeführt. Obwohl der Einsatz von Mikro und Kamera sehr gewöhnungsbedürftig ist, finde ich es gut, da sich diese Besuche sonst auf unbestimmte Zeit verschoben hätten. 

Was schätzen Sie am KWA Bildungszentrum jetzt und in „normalen“ Zeiten am allermeisten?

Man hat immer das Gefühl, gut auf die Prüfungen vorbereitet zu sein. Als Beispiel möchte ich das Fach „Recht und Verwaltung“ nennen. Das ist nicht so beliebt, eher ein trockenes Fach. Im Berufsalltag spielt das aber eine zentrale Rolle. Man lernt auch in diesem Fach am BIZ genau das, was man braucht. Was ich ebenfalls schätze: Wir bekommen in allen Fächern immer Feedback von den Lehrern und auch die Möglichkeit, uns zu verbessern, indem wir besondere Arbeitsaufträge ausarbeiten und einreichen. Was ich auch gut finde: Gleich zu Beginn des Schuljahres gibt es einen Erlebnistag, bei dem man sich kennenlernen kann. Dadurch hat sich sehr rasch eine Klassengemeinschaft entwickelt. In meiner Klasse haben wir eine Super-Atmosphäre. Jetzt in der Pandemie bin ich vor allem froh darüber, dass das KWA Bildungszentrum Online-Schooling anbietet. Das ist nicht an allen Schulen so. Manche Schulen verschicken nur Arbeitsaufträge. Aber ich finde, dass man besser lernt, wenn der Lehrer dabei ist und man direkten Kontakt hat. 

Welche beruflichen Perspektiven haben Sie als Erzieherin langfristig?

Der Beruf ist sehr zukunftssicher. Kindergärten und andere familienergänzende Einrichtungen wird es immer geben. Damit ich später auch die Möglichkeit zu einem Studium habe, habe ich im Rahmen meines Studiums an der Fachakademie für Sozialpädagogik Mathe als Wahlfach belegt und werde auch noch eine Englisch-Ergänzungsprüfung ablegen. Dadurch kann ich nicht nur staatlich anerkannte Erzieherin werden, sondern zusammen mit diesem Abschluss die fachgebundene Hochschulreife erwerben.

Das KWA Bildungszentrum ist der überregionale Bildungsträger von KWA Kuratorium Wohnen im Alter mit zwei Schulstandorten und insgesamt sechs Fachschulen und Berufsfachschulen in Pfarrkirchen und Bad Griesbach. Zusammen mit den Fortbildungszentren für Pflegeberufe und pädagogische Berufe, sowie dem Fortbildungszentrum Podokolleg nehmen derzeit rund 450 Personen die vielfältigen Bildungsangebote wahr.

 

Gemeinsam Schule gestalten

 

 

Die Schüler der Berufsfachschulen des KWA Bildungszentrums haben die Möglichkeit, sich auf vielen Ebenen aktiv ins Schulleben einzubringen. In der Schülermitverantwortung (SMV) gestalten gewählte Schülersprecher mit Ideen und Engagement die Schulen und das Schulwesen mit. Sie stehen auch bei Fragen, Anliegen oder Vorschlägen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung: apsp-smv@kwa.de

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